Sprachanalyse

Ein kleiner Junge äußert, als der Hund seiner Großeltern beim Gewahrwerden eines gelben Müllsacks zurückzuschrecken scheint:

Ich glaub, die Ivy denkt, dass das Tiere sind. So Mülltiere.

Wie würden wir anderen den Gehalt, die Form ud die Intention der Äußerung verständlich machen? Dann, wenn wir mit dem gewöhnlichen Grade des Verstehens nicht mehr zurande kämen? Wir würden ziemlich genau das tun, was Personen in Stuationen tun, in denen sie sich nicht ganz verstanden glauben. Wir formulieren dann aus, was wir gesagt, gedacht und gemeint haben. Das aber nicht in introspektiver sondern in  reflexiver Form: wir interpretieren uns selbst in der Perspektive des verständigen (Selbst)Beobachters. (So wie das andere auch tun, wenn sie uns zu verstehen geben, wie sie uns verstanden haben.)

Aber was genau tun wir dann? Reicht nicht eine wörtliche Wiederholung der missvestandenen Äußerung, ein also, ich sags noch mal aus? Oder die bekannte Praxis, es mit anderen Worten zu sgaen?  Weder das eine, noch das andere macht genau das aus, was man das Wörtlichnehmen von sprachlichen Äußerungen nennt.

Denn das Wörtlichnehmen sprachlicher Äußerungen besteht in nichts anderem als der analytischen Eplikation dessen, was die Sprecher der sprachlichen Form nach zu denken, zu meinen, zu wissen und zu wollen scheinen. Mit einem alltagstheoretischen Assoiieren kommt man dabei wie gesagt nicht sehr weit. Wer etwa kindliche Äußerungen wie So Mülltiere zu interpretieren und zu analysieen versucht, der kommt (wie die Erfahrung zeigt), schnell an Grenzen seines diagnostisch relevanten sprachanalytischen Know How.

Man muss ja analytische Operationen kennen, die bestimmte Explikationen stützen und andere ausschließen. Und das schließt ein, dass man in Welt der Ausdrucksformen, die man ausdrücklich darzustellen versucht, eingermaßen zu Hause ist,. (Gute Grammatiker sind das. obwohl man zum Beispiel in den besten Grammatiken des Deutschen kaum eine Hilfe findet, um die Verwendung deses Wörtchens so intelligent zu kommentieren.)

Zu was führt die Sprachanalyse? Sie schafft eine produktive Distanz u jenen impliziten Interpretationen sprachlicher Äußerungen, die wir der Reaktion der anderen Person oder dem  Kommentar der dritten Person entnehmen können. Sie erschwert beliebige Frend- und Selbstsmissverständnisse. Jedenfalls dann, wenn wir an einer rationalen Kommunikation mit anderen interessiert sind.

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